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Ich möchte Ihnen hiermit unseren im Jahr 2005 gegründeten Verein etwas näher vorstellen. Zum Anfang ein kleiner Ausflug in die Geschichte. Anfang Oktober 1813 soll Marschall Murat, ein Schwager des Kaiser Napoleons, mit 40000 Mann den Vormarsch der über 200000 Mann starken böhmischen Armee unter Fürst von Schwarzenberg aufhalten. Im Zuge dieser Ereignisse kam es am 6. Oktober 1813 zum Gefecht bei Schellenberg. In diesem Gefecht trafen fast 7000 Franzosen mit 15 Geschützen auf knapp 5000 Österreicher. Im Verlauf dieses Gefechtes, drängte das 2. Korps unter Marschall Victor, die Einheiten des österreichischen Generals Gyulai bis in die Höhe von Waldkirchen zurück. Danach zogen sich aber auch die französischen Truppen zurück. Am 12. Oktober musste Murat dem Kaiser melden, dass er den Vormarsch der Verbündeten nicht aufhalten konnte. Am 14. Oktober sind die Truppen Murats erneut im Kampf mit der böhmischen Armee. Das Reitergefecht bei Lieberwolkwitz ist der Auftakt zu dem, was als Völkerschlacht bei Leipzig in die Geschichte eingehen wird. Soviel zur Geschichte. Im Jahr 2003 feierten die Orte Marbach und Schellenberg ihr gemeinsames Schul- und Heimatfest. Im Zuge der Vorbereitung war ich für die Zusammenstellung des historischen Festumzuges verantwortlich. Viel Unterstützung erhielt ich dabei durch unseren Ortschronisten, Herrn Biermann. Beim Durcharbeiten der Aufzeichnungen aus alten Büchern und Archiven, stieß ich auf die Berichte über die Ereignisse des 6. Oktober 1813. Da ich mich schon seit meiner Schulzeit sehr für diese Epoche interessierte, war mir sofort klar, das ich für den Festumzug ein Bild für den Zeitraum -Befreiungskriege- erstellen werde. Für dieses Vorhaben suchte ich noch Mitstreiter und fand dabei mit den Familien Franke und Hunger die besten Helfer. Der entscheidende Punkt, war aber das meine Frau zu dieser Zeit arbeitslos war. So stand sie, als gelernte Schneiderin, ,,rund um die Uhr'' zur Verfügung. Schon nach kurzer Zeit war unser Bild fertig. Aber leider nur in unseren Köpfen. Was nun folgte, waren unzählige Arbeitsstunden, in denen wir Männer ein französisches Feldgeschütz in Originalgrösse nachbauten und unsere Frauen 10 komplette Artillerie- und Infantriemonturen nähten. Nach den 2 Stunden Festumzug stellten wir uns die Frage, wie es weitergehen sollte. Das von uns geschaffene stellte ja immerhin einen Wert von mindestens 7000 Euro dar. Laut einschlägiger Literatur muss man für eine Montur ca. 500 Euro und für eine Geschützlafette mindestens 2000 bis 3000 Euro rechnen. Wir beschlossen also ein Weiterbetreiben als militärhistorische Darstellungsgruppe. Als ersten Schritt besuchte ich in der Sprengschule Dresden einen Lehrgang für Vorderlader und Böllerschützen. Im Laufe der Zeit zeigte sich aber, dass ein Weiterbetreiben unseres Hobbys, nur als eingetragener Verein möglich ist. Dies ergab sich aus sicherheitsrechtlichen, versicherungsrechtlichen und auch aus finanziellen Gründen. So kam es am 25.November 2005 zur Gründungsversammlung, in deren Vorfeld wir noch in den Familien Neumerkel und Winkler, noch weitere Mitstreiter gewinnen konnten. Vom Finanzamt wurde uns in der Zwischenzeit die Gemeinnützigkeit zuerkannt. Die Eintragung in das Vereinsregister des Kreises Freiberg erfolgte unter der Nummer 810, in der Zwischenzeit ebenfalls. Sehr fruchtbar für uns, hat sich die Zusammenarbeit mit dem Chemnitzer Verein "Grenadierbatallion von Spiegel", sowie dem "8. Artillerieregiment a Pied" aus Leipzig, erwiesen. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an Bert Lochmann und Siegfried Meurer. Eine kurze Erklärung noch zu unseren Namen. Wir stellen eine Geschützbedienung der Artillerie zu Fuß, des 2. Armeekorps der französischen Armee dar. Genau gesagt, eine Geschützbedienung des 8. Artillerieregiments zu Fuß, der 5. Division Dufour. Wolfgang Müller Zu den karten
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